Die Craniosacrale Therapie (CST) gehört zum Behandlungsfeld der Osteopathie.

CST ist eine sehr sanfte manuelle Therapie, bei der mit minimalem Druck Imbalance und Spannungen im Körper gelöst werden können. Es geht darum, dem Körper in seiner Gesamtheit mit Händen und der eigenen Intention zu zuhören. Neben Spannungen und Schmerzen im physischen Körper ist auch die Arbeit auf emotionaler Ebene Teil der Behandlung. Gefühle von Trauer, Wut oder auch traumatische Erlebnisse können oft nicht direkt verarbeitet werden und werden dann im Körper gespeichert, wo sie zu Schmerzen und Krankheit führen können. Die CST ist folglich eine Kombination aus physischer und emotionaler Behandlung um Spannungen aus dem Gewebe zu entlassen und Selbstheilungskräfte zu stärken

wer es genauer wissen will…

Das Cranisacrale System setzt sich aus den folgenden Strukturen zussammen:

  • den Gehirnhäuten (Dura Mater, Arachnoidea und Pia Mater)
  • den angrenzenden knöchernen Strukturen (Wirbel und Schädel)
  • der Gehirnflüssigkeit (cerebrospinaler Liquor) und alle mit seiner Bildung, Speicherung und Resorption zusammenhängenden Strukturen
  • und nicht zuletzt dem umgebenden Bindegewebe

Der nahezu zellfreie Liquor sorgt für eine ideale Umgebung des zentralen Nervensystems (ZNS), stellt Nährstoffe und Sauerstoff für die Neuronen bereit und transportiert die Abfallstoffe des Zellmetabolismuses ab. Außerdem fungiert er als Schutz, indem er bei Gehirnerschütterungen mechanische Energie abfängt.

Durch die ständige Erneuerung und Resorption des Liquors entsteht ein zyklisches Fließen, dieses wird der Craniosacrale Rhythmus (CSR) genannt. Dieser kann durch Verspannungen im Körper in seiner Gleichmässigkeit und seiner Qualität gestört werden. Für den Therapeuten gilt es den CSR wahrzunehmen und wenn nötig zu beeinflussen.